Cloud Atlas

Definitiv Film des Jahres.

Das Kino:

Cinemaxx Dammtor. Dieses Mal hatte ich mir extra eine Karte reserviert, da ich einen bestimmten Sitzplatz haben wollte. Die Dame an der Hotline war sehr freundlich und zuvorkommend. Auch ihre Kolleginnen an der Kasse und der Snackbar waren alle sehr relaxed, nett und humorvoll. Hach, ich liebe Cinemaxx ❤
Was ich als besonders positiv empfand: Die Pause war sehr kurz. Ich bin von den üblichen 15 Minuten ausgegangen, aber irgendwie war sie nach ein paar Minuten um. Das fand ich deshalb so gut, da es sonst echt schwer gewesen wäre die Story im Kopf zu behalten. Daumen hoch!
Ach so und die Werbung war 30 Minuten lang. Nach den 50 Minuten bei Skyfall im UCI schockt mich nichts mehr!

Das Publikum:

Ich war recht irritiert, als ich eine viertel Stunde vor Vorstellungsbeginn die einzige im Saal war. Es kamen dann doch noch ein paar, sodass am Ende etwa 40 Personen jeglichen Alters zugegen waren.
Aber jetzt kommen wir zu dem Punkt, der mich schon wieder an die Decke hat gehen lassen. Ich hatte mir den vorletzten Platz in der letzten Reihe reserviert. Einmal deshalb, weil ich dort Beinfreiheit hatte (die ich bei knappen drei Stunden auch gut gebraucht hätte) und einmal, weil ich ja nie jemanden in meiner Nähe haben möchte. Denn vor mir hätte ja, wie gesagt, auch keiner sitzen können, der mich genervt hätte.

Doch dann kam kurz vor Beginn eine Frau und wollte sich auf den Platz neben mich setzen, auf den ich schon meine ganzen Sachen gelegt hatte. Ich habe mich furchtbar aufgeregt. Ganz ehrlich. Das halbe Kino war leer und die sucht sich den Platz an der Kasse aus. Ernsthaft? Denn ich kann mir schlecht vorstellen, dass die Kassiererin sie dahin gesetzt hat. Ihr Kommentar dazu „Tja“. Also Entschuldigung, wenn ich sehe, dass am Ende der Reihe eine Person alleine sitzt setze ich mich doch nicht daneben?! Bestes Beispiel hatte ich in den Reihen vor mir, bei denen es auch anders ging. Es saßen zwei Freunde nebeneinander und der eine hatte die ganzen Sachen auf den Stuhl rechts von ihm gelegt. Dann kam ein Herr, der ausgerechnet den Platz hatte. Der junge Mann wollte die Sachen wegnehmen, aber der Herr hat nur die Hand gehoben und gesagt „Hey, kein Problem, ich setze mich einfach zwei Plätze weiter weg“. So hatten sie beide Platz und alle waren glücklich und keiner fühlte sich gestört durch den anderen.

Ich verstehe ja, dass, wie bei Skyfall, jeder Platz besetzt ist und es da unvermeidbar ist. Aber hier?! Sorry. Ich konnte das Verhalten echt nicht nachvollziehen. Ich sah es dann aber auch nicht ein mich eine Reihe nach vorne zu setzen, da in meiner Reihe nur noch zwei Pärchen und zwei Personen saßen, sodass ich auf der anderen Seite des Saales auch keine Ruhe gehabt hätte. Zwischen dem ersten Pärchen und der super freundlichen Dame auf dem letzten Platz waren dann noch 5 Plätze frei und ich habe mich dann zwei Sitze entfernt des Pärchens gesetzt. Dadurch hatte ich aber auch ein mit Popcorn knisterndes Pärchen fast direkt vor mir. Klasse. Ich war so bedient, dass ich die Werbung nur mit SMS und Facebook rumgebracht habe. (Und ich liebe die Kinotrailer normalerweise!)
Und im übrigen hat das Pärchen neben mir bei jeder Szene gelacht, obwohl es meistens nichts zu lachen gab….

Der Film:

Ich entschuldige mich dafür, dass ich keine gute Zusammenfassung geben kann. Denn das ist wirklich extrem schwer ohne etwas über die Geschichte zu verraten. Ich möchte nur soviel sagen: Es werden einem 6 verschiedene Handlungsebenen präsentiert. Die Jahre, in denen sie spielen, sind folgende:
1849, 1936, 1973, 2012, 2144 und 2346.
Jedes Jahr hat seine eigenen Hauptcharaktere, in denen Darsteller des Hauptcharakters aus anderen Jahren Nebencharaktere spielen. Jeder dieser Charaktere hat eigene Probleme zu lösen, die teilweise weniger weltbewegend sind, als die der anderen. Doch eines wird schnell klar. Alles hängt zusammen.
Wenn man, wie ich, sehr erpicht darauf ist jedes Detail eines Films aufzunehmen, achtet man stark auf jeden Namen, jeden Buchtitel, jedes Gesicht. Das kam mir bei Cloud Atlas mehr als zugute. Durch die schnellen Szenen- und Jahreswechsel musste man schon ganz schön aufpassen, um alles mitzubekommen und nachzuvollziehen.
Da wäre ich schon bei einem Punkt, der mir sehr gut gefallen hat an Cloud Atlas. Die wundervollen Szenenwechsel. So wird im Jahre 2346 von einer Pforte gesprochen und im Jahre 2012 wird eine solche dann aufgestoßen. Solche Übergänge gab es einige und das war ein Stilelement, was ich in dieser Ausprägung so noch nicht erlebt habe. Mir hat das sehr gut gefallen, da es dem ganzen eine weitere Dimension gab.
Doch bis etwa eine halbe Stunde vor Schluss fehlte mir das Ziel, auf das der Film abzielte. Ich meine damit folgendes. Bei Herr der Ringe ging es darum, dass der Ring zerstört wird. Bei Liebesfilmen geht es darum, dass zwei Personen zusammenkommen. Bei Superheldenfilmen geht es darum die Welt zu retten.
Was das bei Cloud Atlas war blieb mir lange im dunklen, bis es mir durch mehrere Klimaxe gen Ende klar wie Kristall wurde. Es ging nicht darum ein Ziel zu haben. Es ging darum, Geschichten zu erzählen. Geschichten von Mut, Opferbereitschaft, Wahrheit und Vertrauen. Zu zeigen, dass ein Einzelner die Welt verändern kann, auch wenn es ihm nicht so erscheint. Dass durch jeden Menschen auf diesem Planeten die Zukunft neu geschrieben und beeinflussbar wird.

Und das war eine Erkenntnis, die mich tief berührt hat.

Denn das hat Cloud Atlas zu einem Kunstwerk, einem bewegtem Statement gemacht. Ein Film ohne erkennbares Ziel ist ein Novum, das mir mehr als gefällt. Ich blieb noch lange auf meinem Platz und dachte über die Aussage nach. Das habe ich nicht häufig und da wurde mir klar, wie beeindruckend die Geschichte erzählt wurde.
Da fällt mir auch eine Sache ein, die mir auch sehr gut gefallen hat. Am Ende wurden die einzelnen Darsteller noch einmal in jeder Rolle gezeigt, die sie verkörpert haben. Eigentlich war ich der Meinung, dass ich zwischendrin jeden erkannt hatte, aber es war doch verblüffend, wie viele so wandelbar waren, dass ich sie nie im Leben erkannt hätte. Besonders beeindruckt war ich von Hugo Weaving und Hugh Grant, die wirklich seltsame, aber auch interessante Charaktere darstellten.
Ben Whishaw hat mir von allen am besten gefallen, aber jeder Schauspieler hat absolut sein bestes gegeben. Jeder spielte seine Rollen perfekt und völlig überzeugend.
Wenn es um eine Zeit geht, die mir am besten gefallen hat, ist das schwer zu sagen… Ich denke, die Zeit in Neo-Seoul (2144) und 1936 mochte ich am liebsten, aber alle waren auf ihre eigene Weise grandios. Denn jede war voller Spannung – auch durch die Szenenwechsel, bei denen ich manchmal hätte schreien können, weil ich unbedingt wissen wollte, wie es in einer anderen Zeit weiterging.

Das einzige negative an diesem Film ist etwas, das an sich nichts mit dem Film zu tun hat: Die FSK 12 Freigabe. Erstens möchte ich mal einen 12-Jährigen sehen, der diese Story mit ihrem Tiefgrund versteht und zweitens war er viel zu blutig und gnadenlos, als dass dieser meiner Meinung nach für so ein Publikum geeignet wäre. FSK 16 wäre schon eher treffend, aber sicher nicht 12.

Dessen ungeachtet war Cloud Atlas ein absolutes Highlight und er wird zu 100 % Einzug in meine DVD-Sammlung halten.

Cloud Atlas ist für mich der Film des Jahres 2012 und ist für jeden geeignet, der nicht auf seichtes Popcorn-Kino steht, bei dem man schon vor Beginn weiß, wie es ausgeht. Einfach nur grandios!

Xoxo,

Princess

Poster von: movie-poster.com

Abraham Lincoln: Vampire Hunter 3D

Endlich mal wunderbares 3D!!!

Das Kino: 

Woah, am Mittwoch alle etwas genervt bei Cinemaxx? Normalerweise gehe ich immer dienstags und da sind alle immer super freundlich. Doch vorgestern war der Kassierer, sowie andere Mitarbeiter leicht angesäuert. Vielleicht lag das aber an der Tatsache, dass vor den Hauptfilmen um 21:00 Uhr noch eine geschlossene Gesellschaft die drei größten Säle blockiert hat und sie nicht wie vereinbart Punkt Neun verschwunden sind. Daher fingen die Filme auch alle 10 Minuten später an. Mit Werbung und Trailern eine ganze halbe Stunde später. Aber das macht mir bekanntlich ja nicht viel aus, besonders auf die Trailer freue ich mich immer sehr. Ich war im Dammtor Kino und seit einer gefühlten Ewigkeit dort wieder in Saal 1. Meine Güte. Ich habe echt vergessen, wie riesig der ist und wie toll die Leinwand. Hier war sie leicht gewölbt und nicht gradlinig, damit der 3D Effekt noch verstärkt wird. Tolle Sache!

Das Publikum:

Etwa zwanzig Leute, alle zwischen zwanzig und dreißig. Und obwohl wir in der Mitte des Saales und in der Mitte der Reihe gesessen haben gab es niemanden, der mich genervt hat. Ich war absolut erstaunt! Denn erst im Kino war mir eingefallen, dass 3D Filme vom Rand aus rein gar nichts bringen und hatte mich schon auf das übliche Plappern und Schmatzen eingestellt. Doch wie gesagt, positive Überraschung.

Der Film:

Ja, was soll ich sagen? Ich wollte diesen Film schon sehen, als Cinemaxx bei Facebook vor einer Ewigkeit den Titel gepostet hat. Eigentlich habe ich da noch ziemlich über den Titel gelästert – den ich heute immer noch nicht grandios finde – aber irgendwas sagte mir, dass ich den gut finden würde. Ganz nach dem Motto: Der scheint so schlecht zu sein, dass er wieder gut ist.
Und, meine Güte, wie gut der war! Ich stehe 3D ja sehr kritisch gegenüber und war schon angefressen, als ich sah, dass er NUR in 3D gezeigt wird und nicht zusätzlich in 2D. Bisher hat es sich, bis auf bei Avatar, einfach überhaupt nicht gelohnt. Aber hier begriff ich schon nach den ersten Minuten, dass der Film perfekt dafür war: Abraham schoss eine Kugel auf den ersten Vampir ab – Herrje, ich hatte es lange nicht mehr, dass ich mich reflexartig weggeduckt habe, wenn aus der Leinwand scheinbar etwas auf mich zufliegt. Da bin ich gut im Sitz verschwunden! Im Verlauf des Filmes gab es auch noch gute Szenen, bei denen Sachen geflogen kamen, aber das war mit Abstand die Beste.
Was mir auch unglaublich gut gefallen hat war, dass man in alten Häusern die Staubkörner, in einer Allee die Pollen und beim Brand der Eisenbahnbrücke die Funken gesehen hat. Das war wirklich ganz toll, besonders die Funken. Sie haben dem Bild noch mehr Leben eingehaucht und ich finde, dass 3D genau für so was sein sollte. Wenn ich da an Avengers denke war das ja wohl gar nichts im Vergleich zu Abraham Lincoln.
Aber nun zum Storyinhalt, bevor ich noch ausschweifender werde 🙂 Es geht um den jungen Abraham Lincoln (Benjamin Walker), der seine Mutter rächen will. Sie wurde von einem Vampir getötet und nach einigen Jahren besitzt Abraham den Mut sich seinem Gegner zu stellen – ohne das Wissen, dass er ein Untoter ist. Dementsprechend geht das Attentat auch schief und er wird fast getötet. Allerdings kommt ihm ein – uuuuunglaublich attraktiver – Herr namens Henry Sturgess (Dominic Cooper) zu Hilfe und rettet ihn. Jener weiht ihn dann in die Welt der Vampire ein und trainiert ihn, bis er perfekt mit einer Axt umgehen kann, damit er eines Tages doch noch seinen Rachefeldzug vollenden kann.
Nach einer Weile trennen sich jedoch Henrys und Abrahams Wege, da Abraham Henrys düsteres Geheimnis herausgefunden hat (was mir gleich bei der ersten Szene mit ihm klar war, als er sich was ins Gesicht geschmiert und die Sonnenbrille aufgesetzt hat!! Da hab ich mir das schon gedacht :D) und er sich von dort an auf die Politik konzentriert. Jedoch versuchen einige andere Vampire seinen Erfolg zu vereiteln…

Also wie gesagt. Er hat mir sehr sehr gut gefallen und das nicht nur der Effekte wegen. Die Story war schnell, actionreich und spannend erzählt. Die Charaktere waren alle wunderbar und sehr überzeugend. Auch war der Film sehr erfrischend für mich, da mir keiner der Schauspieler wirklich geläufig war. Besonders Benjamin Walker brilliert als Abraham Lincoln, vor allem in seinen späten Jahren.
Die 105 Minuten waren außerdem unglaublich schnell verflogen. Ich hätte noch Stunden weiterschauen können.
Ein weiteres Highlight war der Abspann mit Linkin Park und der Darstellung der Flagge.
Und der Soundtrack war auch spitze.

Das wird auf jeden Fall die erste 3D Blu-Ray in meiner Sammlung sein, die ich ohne lange zu überlegen, ob eine normale Blu-Ray nicht auch reichen würde, kaufen werde.

Xoxo,

The Princess

Copyright des Bildes geht wie immer an das Studio (hier also 20th Century Fox)