Assassin’s Creed 3 „Join or Die“ Edition: Sequenz 1-9 / Spielstunde 14

Lange, lange, laaaaaaange habe ich jetzt auf AC3 gewartet. Schon Monate her hatte ich mir die Limited Edition „Join or Die“ Version vorbestellt – was ich sonst nie mache. Ich wollte das Game einfach um jeden Preis sofort haben und da die „Join or Die“ Version zu diesem Zeitpunkt noch 69 Euro gekostet hat, also nur 5 Euro mehr als die Normale, habe ich sie mir direkt vorbestellt.

Sie kam dann auch sogar einen Tag vor Release bei mir Zuhause an – absolut Top, Amazon! Ich habe mich wie eine Schneekönigin gefreut und das Spiel sofort in die PS3 geworfen.

Aber zuerst will ich die Besonderheiten der „Join or Die“ Version vorstellen:

Sie kommt in einem schicken Schuber daher und die Gegenstände liegen in einem Hartplastikkarton.
Es gibt dazu Connors Medaillon, George Washingtons Tagebuch und jede Menge In-Game Content. Diese wären eine 20-Minütige Singleplayer Mission, Obwandiyag’s Keule und einige Multiplayer Sachen.
Und als Amazon-Vorbesteller habe ich noch eine Montur und eine Mission bekommen.

Ich finde besonders das Tagebuch wunderschön. Es ist mit soviel Liebe zum Detail gestaltet und auch noch komplett auf deutsch. Ich hätte erwartet, dass es auf englisch ist, aber das finde ich auch gut. Ansonsten finde ich ist es eine hübsche, nette Limited Edition. Hat sich auf jeden Fall gelohnt.

Nach der Installation der Add-Ons habe ich direkt mit dem Single-Player begonnen. Mir war klar, dass ich zuerst wieder Desmond und Konsorten ertragen musste, bis ich endlich ins Geschehen eintauchen konnte. Zu diesem Zeitpunkt war ich schon wieder soweit direkt auf die Original-Synchro umzuspringen, weil ich die Sprecher der Deutschen Version der Originalen einfach nicht vorziehen kann. Besonders Shauns trockener, britischer Humor verliert viel ohne den Akzent.
Aber irgendetwas in mir hat gesagt: Ruhig Blut. Warte doch einfach mal.

Und – ooooooh man! – ich danke mir selbst dafür.


Denn kaum war Desmond im Animus spielte ich mit einem Charakter namens Haytham. Seine Stimme ist wohl, neben der von Gerrit Schmidt-Foß (dessen Bruder Dennis hier ja Connor spricht), die tollste, die ich jemals gehört habe. Sie passt so unglaublich perfekt zu Haytham dass ich kein einziges Mal auch nur gewagt habe mir das Original anzuhören. Der Sprecher gibt ihm seinen eigenen, toll-arroganten Flair, den ich bei Charakteren ja so liebe.
Ich habe mich auch sofort an Haythams Art und seinen Kampfstil gewöhnt und konnte gut mit ihm umgehen – obwohl mir da schon das veränderte Kampfsystem negativ aufgefallen ist, auf das ich später noch ausführlich eingehen werde.

Dann, Ende des dritten Kapitels, kam dann eine, ja ich möchte schon sagen, Offenbarung ans Tageslicht. Mir entfuhr ein lautes „ACH DU SCHE***!“ und ich konnte mich nicht mehr einkriegen. Ich hatte so etwas schon geahnt, aber dass es tatsächlich so war… Nun ja! Finde ich sehr geil gemacht auf jeden Fall!

Wäre das Spiel so geblieben wie in den ersten drei Kapiteln wäre es so was von auf Platz 1 aller AC Spiele gelandet.

Doch leider begann der Abstieg sobald ich mit Connor spielte. Man wurde in die Neuerungen wie Jagen, Häuten und auf Bäumen klettern eingeweiht. Ich muss sagen, ist zwar ganz nett, aber gefehlt hat mir das nicht wirklich. Mittlerweile laufe ich kein einziges Mal mehr über die Bäume, weil Connor nie so reagiert, wie ich das gerade will und man so nur noch länger braucht. Doof.
Sobald ich Boston bereisen konnte ist mir ein weiterer Punkt aufgefallen. Es gibt nur noch einen einzigen Laden für alles (Gemischtwarenladen). Zwar finde ich das sehr sinnvoll, aber irgendwie fehlt mir das Freikaufen jener alten Schneider, Waffenhändler und Banken. Banken! Da komme ich direkt zum nächsten Punkt. Diese gibt es nämlich auch nicht mehr – und somit fehlt meine Geldquelle, die ich in den alten Spielen so schamlos ausgenutzt habe. Ich war immer jemand, der bei AC erst die Sidequests und dann die Hauptstory spielt. Ich wollte am Ende wirklich alles fertig haben und so habe ich alle Aussichtspunkt-, Federn- und Geschäftsmissionen immer sofort erledigt.
Somit habe ich dann auch immer ein ganz schönes Sümmchen bei der Bank eingeheimst.
Das ärgert mich tierisch, dass das jetzt fort ist.
Zwar kann man sein Geld jetzt auf anderem Wege bestreiten, nämlich über Brettspiele, aber das ist ein Weg, der mir eindeutig zu lange dauert und zu riskant ist.
Es gibt in den Städten und in den Ländern immer wieder Personen, die verschiedene Brettspiele anbieten und man dann mit ihnen Wetten kann.
An sich eine schöne Sache und so habe ich endlich mal Mühle gelernt, was ich schon immer spielen können wollte.
Aber mir ist das einfach zu zeitintensiv. Da laufe ich lieber durch die Stadt und erfülle kleine Randmissionen als die Brettspiele zu spielen.
Ebenfalls anders ist die Tatsache, dass es keine kleine Gruppen mehr gibt, die einen beschützen können (Beispiel Kurtisanen, die die Wachen weglocken). Das fehlt mir auch sehr. Man kann jetzt lediglich einzelne Bürger, die in einer kleinen Gruppe zusammenstehen, zu einem Tumult auffordern.

Nur leider funktioniert das bei mir selten bis gar nicht, wenn ich schon in einen offenen Kampf geraten bin und muss so dann weiterlaufen, bis ich mich irgendwo verstecken kann – und diese Möglichkeiten gibt es nur noch selten, wie ich finde. Da waren mir die alten Gruppen lieber, die dann auch mal mit in den Kampf gezogen sind.

Apropos Kampf. Meine Güte, wie kann man aus einem nahezu perfekten Kampfsystem so einen Mist machen? Ich bin so gut wie nie vor einer Auseinandersetzung davon gelaufen, sondern habe mich ihr immer gestellt. Jetzt aber sterbe ich am laufenden Band. Nicht nur, dass sie die Sache mit dem Kontern anders angelegt haben und das so gut wie nie bei mir funktioniert, nein, die Wachen scheinen auch nach dreißigmaligem Abstechen nicht umzufallen. Ich habe schon immer am liebsten die Klinge benutzt, da die Charaktere bei mir damit immer am effektivsten und schnellsten waren.

Kann ich mit Connor vergessen, so sterben die Wachen nie, auch wenn ich noch so oft auf sie eindresche. Selbst mit dem Totschläger aus dem Add-On Paket habe ich mich nicht zufriedengegeben, da er damit viel zu langsam ist.
So laufe ich also nun mehr davon, als je zuvor. Echt Mist. Ich hoffe wirklich, dass ich mich damit noch anfreunde und besser klar komme, aber ich bin wohl zu hektisch für das neue System.
Auch finde ich es furchtbar, dass ich die Schusswaffen so gut wie nie zum Einsatz bringen kann – weil ich (gefühlte) fünf Minuten warten muss, bis er überhaupt nachgeladen hat. Völliger Unsinn und absoluter Quatsch. Mit Ezio habe ich in jedem Kampf meine Kugeln verschossen, weil es unglaublich effizient war.
Hier hingegen hüte ich mich davor auch nur in Erwägung zu ziehen die Schusswaffe zu benutzen.

Und was soll ich zu Connor sagen?

Er gefällt mir gar nicht. So überhaupt gar nicht gar nicht gar nicht. Ja, ich musste mit Ezio auch erst einmal warm werden, aber er hatte von Anfang an das gewisse Etwas. Connor ist absolut und vollkommen farblos.

Ich wünsche mir so sehr Haytham zurück. Er wäre ein perfekter Hauptcharakter für mich. War ja klar, dass es mich irgendwann auch in AC zur dunklen Seite treibt, aber die haben nun mal – wie hier bewiesen – einfach die besseren, interessanteren und tolleren Charaktere. So schade L Ich bin schon so weit, dass ich mir die Assassin’s Creed Bücher bei Amazon bestellt habe, nur, damit ich mehr von Ezio und Altair zu lesen bekomme, da mich Connor nicht auch nur Ansatzweise reizt.

Aber ja, ich habe auch gute Sachen über das Spiel zu sagen!

Die Grafik ist natürlich der absolute Hingucker. Alleine das Theater im ersten Kapitel war ein Traum. Da ging wirklich mein grafikverliebtes Herz auf. Schade finde ich nur, dass sie es bei den Personen immer noch nicht hinbekommen haben. Sie passen irgendwie nicht zu dieser perfekten Welt und wirken nicht plastisch genug. Die Gesichtszüge sind ebenfalls nicht das Nonplusultra.

Doch die Story finde ich sehr gut. Ich hatte mir mitunter sogar erhofft, dass das Setting nun in Amerika spielen würde. Zwar hätte ich den Bürgerkrieg noch interessanter gefunden, aber diese Zeit finde ich auch sehr spannend und packend.

Der Multiplayer hat sich übrigens kaum verändert. Na ja, immerhin etwas was gleich gut geblieben ist.

Insofern… Ja, es ist schon gut und toll und ich bin ganz schön süchtig, aber so überwältigend, wie ich gehofft hatte, ist es nicht. Ich hoffe wirklich, dass ich noch richtig warm werde, ansonsten dürfte es in meiner persönlichen Rangliste auf dem letzten Platz landen.

Xoxo,

Princess

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