The Darkness II – Oder: Wie, das war’s schon?

Da mein Spielehändler des Vertrauens ja dicht gemacht hat (Ich werde dich vermissen, Tauscher-Klaus!!!) war ich Anfang September bei der großen Verabschiedung. Dort gab es 50 % auf alles und da konnte ich natürlich (beziehungsweise leider für meinen Geldbeutel) nicht widerstehen. Ich habe mir gleich 4 PS3-Games und eine Blu-Ray unter den Nagel gerissen und für alles nur 30 Euro gezahlt. Das war wirklich mal ein tolles Schnäppchen.
Am meisten hatte ich mich über „The Darkness 2“ gefreut, da ich es ohnehin schon länger auf meiner Wunschliste hatte.
Hierzu muss ich gestehen, dass ich den ersten Teil nicht gespielt habe, aber mir wurde versichert, dass das nicht sehr wichtig ist bei diesen Spielen. Außerdem muss ich einräumen, dass ich nur wenig Ahnung davon hatte, wovon es handelt. Ich wusste nur, dass man selbst Herr über finstere Mächte hat – und das ist schließlich immer gut 🙂

Ich begann also damit es zu spielen und war direkt etwas von der grafischen Darstellung irritiert. Der Stil ist etwas im Comicstil gehalten, aber hauptsächlich wirkt das billig und wie vor zehn Jahren. Das muss man, denke ich, mögen. Mein Fall war es nicht.

Man spielt den Mafia-Boss Jackie, welcher die Kraft „Darkness“ in sich trägt. Jene ist eigentlich ein böser Dämon, mit dem Jackie selbst immer zu kämpfen hat, damit sie nicht die Oberhand über ihn gewinnt. Im Laufe des Spiels bläut die Darkness ihm immer wieder Dinge ein oder lässt ihn Halluzinationen sehen.

Hauptsächlich geht es darum, dass Jackie immer noch nicht den Tod seiner großen Liebe verkraftet hat und auf Rache sinnt.
Ja, das wars dann auch schon mit der Story. Der Rest ist pures Geballer. Man rennt durch die Level und erschießt Armadas von bewaffneten Personen, die die Gegneranzahl bei Max Payne wie einen Kindergarten aussehen lässt.

Ich habe noch nie ein so hektisches Spiel erlebt. Ich konnte mich teilweise nicht einmal zurecht finden, da ich ständig angeschossen wurde, während ich wiederum drei Männer mit meinen Dämonenarmen zerrissen und ihre Herzen gefressen habe, um selber nicht abzukratzen – hierzu muss ich sagen, dass ich die PEGI-Version erhalten habe und diese wirklcih seeeeehr detailliert war. Aber daran habe ich mich irgendwann gewöhnt.
Man hatte wirklich sehr wenig Zeit, sich wirklich mit der Umgebung auseinanderzusetzen, ohne gekillt zu werden. Und das war teilweise sogar sehr wichtig, da man nicht direktem Licht ausgesetzt sein durfte. Daher hätte man an einigen Stellen die Lampen ausschießen müssen, doch dazu kam ich kaum, ohne, dass mein Bildschirm sich wieder blutrot färbte.

Da ich Max Payne ja schon sehr genossen habe in meiner Vergangenheit (und es eines der wenigen Spiele-Serien ist, die ich sogar mehrere Male durchgespielt habe), ist es an sich auch nicht groß schlimm, dass soviel geschossen wurde.
Was mich dabei aber extrem gestört hat, ist eine entscheidende Tatsache. Besonders Max Payne 2 hatte eine grandiose und tiefgreifende Story – die fehlte bei The Darkness komplett und es blieb nicht viel, außer dem Blut und der Schießerei.

Am besten war, dass ich das Spiel nach zwei Tagen durchhatte und als dann der Abspann lief (nach einem Ende, dass ich schon bei der Hälfte des Games erahnt habe), war ich etwas perplex. Ich hatte keine 10 Stunden gespielt – wenn überhaupt!
Es gibt neben der Hauptstory zwar noch Zusatzlevel, bei welchen man andere Charaktere spielt, aber das war nicht groß mein Fall und fand es eher langweilig. Daher war ich richtig verärgert und so extrem froh, dass ich mir nicht die Limited Edition für knapp 30 Euro, die sie immer noch kostet, gekauft habe. Ich hätte mich glaube ich schwarz geärgert. Was bei anderen Spielen gerade einmal die Vorgeschichte gewesen wäre, war hier schon das ganze Game. Schade. Wirklich sehr sehr schade. Ich bin der Meinung, dass man hier sehr viel mehr hätte machen können, da der Grundstein für eine gute Story da war. Die Sache mit der Darkness und dem Zwiespalt, dem Jackie ausgesetzt war, hat mir nämlich gut gefallen. Auch, dass Jackie während den Leveln mit dem Spieler gesprochen hat, fand ich gut – obwohl das sonst nie mein Fall ist. Aber so hat man mehr über ihn erfahren und weitere Dimensionen bekommen. Leider war’s das dann auch schon. Zwischendurch mal mit dem kleinen Dämon zu spielen, war zwar ganz amüsant, hat das Spiel dann aber auch nicht mehr retten können.

Ich bin wirklich sehr enttäuscht, da es doch soviel besser hätte sein können.
Schade, aber da das Ende auf einen dritten Teil hinweisen könnte, hoffe ich, dass sie dort dann eine anständige Story unterbringen werden.

Xoxo,

The Princess

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