Men in Black 3

Ziemlich kurzfristig bin ich gestern Abend mit Schatzi ins Kino gegangen. Das erste Mal seit langem, dass ich ein UCI von innen gesehen habe. Als ich dort ankam, wusste ich auch wieder, wieso.


Das Kino:

Erstens: Kein Studentenrabatt. Zweitens: Fünfzig Leute (kein Scherz) standen vor uns, weil es zwar sechs Kassen für neun Kinosäle gab, aber nur eine einzige Kassiererin vorhanden war. Nachdem wir gute zwanzig Minuten gewartet hatten, hinter uns in der Zeit wieder mindestens fünfzig Leute, und uns nur noch 5 Minuten bis zum Vorstellungsbeginn blieben, sprinteten wir regelrecht nach oben, auf den Kinosaal zu. Eigentlich wollte ich meinen Schatz und mich noch zu leckeren Nachos einladen, da aber dort auch nur eine Kasse aufhatte und ebenso wie unten die Schlange ins Unermessliche ging habe ich davon abgesehen. Naja, immerhin gute zehn Euro gespart.. Über die Unverschämtheit der Preise heutzutage will ich schon gar nichts mehr sagen.
Kaum im Saal bemerkte ich nach fünf Minuten wie schrecklich unbequem die Sitze waren. Ich hab bis jetzt noch Nackenschmerzen.
Das einzig positive war, dass der Ton in einer angenehmen Lautstärke war.

Das Publikum: 

Es waren etwa fünfundreizig Leute im Kinosaal, alle etwa im Alter zwischen zwanzig bis Ende dreißig und die nette Kassiererin war natürlich der Meinung so gut wie alle in eine Reihe setzen zu müssen. Denn ja, man konnte übrigens auch nicht auf einem Bildschirm an der Kasse schauen, wo man sitzen könnte. Mein Gott, es lebe Cinemaxx!
Nun ja, das führte dazu, dass ich den jungen Herren neben mir am liebsten mit seiner Popcorntüte erstickt hätte (ich war kurz davor), da er ständig der Meinung war sich jedes Mal eine überdimensionale Portion in den Mund schieben zu müssen, was biologisch einfach unmöglich war, und somit alle fünf Sekunden (wozu lange kauen?) mit lauten Schmatz- und Kaugeräuschen meine Nerven strapazierte.
Ich habe selten einen Menschen so gehasst.
Ich habe mir nun eins geschworen. Von nun an werde ich stets am Rand sitzen, einfach nur um mich selbst davor zu schützen ein Kapitalverbrechen zu begehen.

Alle anderen waren aber sehr angenehm, es gab keine Laberer oder weitere Knigge-fremden Gestalten.

Der Film:

Wir haben uns übrigens für die 2D Version entschieden, da ich bei den meisten 3D Versionen auch gut auf die Effekte verzichten kann, da man sie an einer Hand abzählen kann. Nur Avatar war bisher in 3D überzeugend, den Rest hätte ich mir auch ruhig in 2D anschauen können.
Als wir nun im Saal saßen viel mir spontan ein, dass ich den zweiten Teil damals auch schon im Kino gesehen hatte und davon relativ enttäuscht gewesen war. Er war zwar nicht schlecht, aber nicht so toll wie der erste.
Doch die Tatsache, dass die Story im Trailer recht interessant schien haben wir uns dann doch für den dritten MIB Film entschieden und nicht für einen der anderen tollen Filme, die momentan so laufen.
Ich muss übrigens gestehen, dass ich schon seit Jahren ein großer Tommy Lee Jones Fan bin. Er ist wirklich ein toller, charismatischer Schauspieler und besonders die Rolle des K’s in den MIB Filmen ist ihm wie auf den Leib geschrieben. (Na toll, ich bekomme gerade Lust auf „Volcano“.. Nur dafür müsste ich erstmal meinen VCR-Player wieder rauskramen, haha!)
Umso erschrockener war ich dann, als er in den ersten paar Minuten auftauchte. Er ist wirklich stark gealtert, während Will Smith kaum eine Falte mehr zum letzten Film dazubekommen hat. Selbst bei „No Country for Old Men“ sah er nicht so extrem alt aus und schon gar nicht in „In the electric Mist“.
Aber nun gut, das mildert ja nicht sein großes Talent, es hat mich nur sehr gewundert.

Die Geschichte des dritten MIB’s ist schnell erzählt. Ein außerirdischer Bösewicht namens Boris entkommt aus einem Hochsicherheitsgefängnis auf dem Mond und will sich an K dafür rächen, dass er ihm vor vierzig Jahren den Arm abgeschossen und ihn eingesperrt hat. Dazu will er in die Vergangenheit reisen und K umbringen, damit auch seine bösartige Spezies nicht ausstirbt, was K nämlich ebenfalls verursacht hat.
Es gelingt ihm auch und K verschwindet in der Gegenwart. Niemand scheint sich an ihn zu erinnern – bis auf seinen Partner J. Er spricht die neue Chefin O an, welche früher mit K zusammengearbeitet hat. Sie erzählt ihm, dass Boris K 1969 in Cape Canaveral getötet hat und sie sich wundert, dass J soviel von ihm weiß. Die beiden schaffen es allerdings nicht ihr Gespräch zu Ende zu führen, da bereits eine Invasion von Boris‘ böser Spezies der Erde droht. O gibt J den Auftrag ebenfalls in die Vergangenheit zu reisen und zu verhindern, dass K getötet wird, damit alles wieder so wird, wie es war.
In jener Vergangenheit trifft er auf den jungen Agent K, der soviel lebensfroher und gelassener wirkt, als der K, den J kennengelernt hatte. Nach einer Weile kann J K davon überzeugen, dass er nur gute Absichten hat und die beiden machen sich auf die Suche nach Boris.

Die Story war wirklich gut durchdacht und ließ eigentlich keine offenen Fragen übrig. Sie war gut erzählt und die Schauspieler schienen alle sehr viel Spaß gehabt zu haben, das konnte man regelrecht spüren. Was mir auch gut gefallen hat war, dass der Film nicht mit Special Effects geprotzt hat. Er war eigentlich genauso gedreht, wie die alten Teile. Nicht zuviel, nicht zu wenig.
Und ich fand es interessant, wie ähnlich Josh Brolin Tommy Lee Jones in einigen Szenen wirklich sah. Er hat die Rolle wirklich sehr gut angenommen und interpretiert, davon war ich stark beeindruckt und überzeugt. Da haben die Macher wirklich die perfekte Wahl getroffen.
Alles in allem war der Film ein angenehmer Zeitvertreib. Klar, man musste nicht viel nachdenken und es gab keine mächtigen Tiefen, aber er war amüsant, teilweise ernst und vor allem spannend. Die Frage, warum J sich an K erinnern konnte, wurde erst ganz am Ende beantwortet und das hat mich den ganzen Film durchgehend gewurmt, ich wollte es unbedingt wissen!
Aber dennoch hat mir irgendetwas in dem Film gefehlt. Ich kann leider nicht sagen, was genau. Vielleicht ist es einfach die Tatsache, dass ich in der Regel mit Sci-Fi-Action-Filmen nicht soviel anfangen kann oder vielleicht kam Tommy Lee Jones auch einfach nur viel zu selten vor 😉

Ich gebe dem Film
4 von 5 Alien-Krönchen

Xoxo,

The Princess

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