Douglas Preston & Lincoln Child: Gideon’s Sword

Nichts und niemand geht über Special Agent Pendergast. Das ist so und wird auch immer so bleiben.
Vielleicht der Hauptgrund, weshalb ich Thrillern, die nicht von Preston & Child sind, so gut wie keine Chancen einräume.
Doch meine beiden Lieblingsautoren hatten schon vor einer Weile beschlossen, einen zweiten Agenten auf den Plan zu rufen; nämlich Gideon Crew. Nun, der Name sagte mir von Anfang an nicht zu und das tut er bis heute nicht. Aber dennoch wollte ich ihm eine Chance geben, da ich Pendergast vergöttere und – durch die Tatsache, dass er von Preston & Child kreiert wurde – hoffte, einen würdigen Konkurrenten in Gideon zu finden.

Doch wer ist Gideon Crew eigentlich? Ist er wie Pendergast?
Um es kurz zu fassen: Er ist das genaue Gegenteil von Aloysius. Er ist mehr wie James Bond – was im Ansatz nicht schlecht ist, denn auch diesen liebe ich über alles.
Dennoch hat er etwas an sich, das mir nicht gefällt. Was es genau ist, kann ich nicht genau erfassen, aber seine Art geht mir manchmal tierisch auf die Nerven. Wenn man an einen Charakter gewöhnt ist, der nachdenkt, bevor er handelt und die meiste Zeit stillschweigend über Dinge grübelt kommt Gideon wie eine unberechenbare Dampfwalze daher.
Er schleppt jede Frau ab, die ihm begegnet und nicht bei drei auf den Bäumen ist, schießt, bevor er Fragen stellt und ist auf einem – auf den ersten Blick – kopflosen Rachefeldzug, bei dem alles klein gemacht wird, was sich ihm in den Weg stellt.
Ich will nicht sagen, dass ich mich groß mit ihm angefreundet habe, aber ich „akzeptiere“ ihn als neuen Charakter von Preston & Child.

Die Geschichte an sich ist wie immer schnell und atemlos erzählt. Wenigstens das ist geblieben. Der Rest der Story ist allerdings bei weitem nicht so tiefgreifend und interessant, wie die Pendergast-Bücher.
Als Gideons Mutter starb erfährt er, dass sein Vater einem Komplott zum Opfer gefallen ist, weshalb Gideon ihn rächen möchte. Doch das ist nicht alles. Er hat einen Tumor im Gehirn, weshalb er nur noch eine begrenzte Zeit zu leben hat….

Während die Pendergast-Bücher vom Hauptcharakter leben, lebt dieses Buch mehr von der rasanten und interessanten Erzählweise. Wie gesagt, meistens hätte ich auch auf Gideon verzichten können.

Ich denke, dass ich es um einiges besser gefunden hätte, würde ich nicht längst eine hoffnungslose Pendergast-Fanatikerin sein. Ich werde mir dennoch bei Gelegenheit das zweite Buch holen 🙂

Daher gebe ich dem Buch:

3 1/2 von 5 Krönchen

Xoxo,

The Princess 

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