Ashes: Brennendes Herz Band 1

Endlich. Genau so etwas will ich lesen! Und JA! Endlich keine Ich-Perspektive!!! Und viel Blut!

Aber erst einmal von vorne…

Es geht um ein Mädchen (Alex), das einen tödlichen Gehirntumor hat und die Asche ihrer Eltern über einem See verstreuen will. Deshalb fährt sie in die Berge und trifft dort auf einen alten Herren mit seiner Enkelin (Ellie). Plötzlich wirft die drei jedoch eine Druckwelle zu Boden und der Großvater stirbt auf der Stelle. Daraufhin machen sich Ellie und Alex auf den Weg zurück in die Zivilisation, nachdem sie bemerkten, dass kein einziges elektronisches Gerät mehr funktioniert.

Nach einer Weile treffen sie auf zwei Jugendliche – welche allerdings nicht mehr normal sind; sie sind zu Kannibalen geworden und greifen alles an, was Blut in sich trägt. Alex und Ellie fliehen daraufhin ohne eine Ahnung, was passiert sein könnte. Nach einer Weile treffen sie auf den Soldaten Tom, der zurück aus Afghanistan ist. Für die drei beginnt eine gefährliche Reise durch den Wildlife-Park zurück in die Zivilisation – die nicht mehr so ist, wie sie einmal war.

Nun, mir hat es sehr gut gefallen. Diese ganze, in anderen heutigen Büchern sonst so übertriebene, Liebesduselei wurde so knapp und realistisch gehalten wie nur möglich. Im Fokus steht nicht die große Liebe zweier Jugendlichen, die sich erst ein paar Stunden kennen, sondern der Kampf um das nackte Überleben. Das einzige, was mich im ganzen Buch gestört hat war Ellie. Ich glaube ich hätte sie irgendwann erschossen; spätestens nachdem sie meinen ganzen Vorrat aufgegessen hätte. Später wird sie angenehmer, aber trotzdem nervt sie nur. Bisher habe ich auch nicht erkennen können, warum sie überhaupt vorkommt. Relevant ist sie meiner Meinung nach nämlich nicht – außer Alex in noch größere Bedrängnis zu bringen was Wasser- und Nahrungsarmut anbelangt. Nun ja. Später im Buch ist sie ja nicht mehr da, aber sie wird bestimmt im zweiten wieder auftauchen. Toll…

Auch bin ich der Meinung, dass das Buch seinen Spannungsbogen verliert, sobald Alex in die Nähe der Stadt kommt und schließlich in die Gemeinde aufgenommen wird. Dort plätschert die Story nur noch dahin und ich sehnte mich nach ein paar Szenen mit ein wenige Blut und Horror, wie auf den vorherigen Seiten. Dennoch ist die Gemeinde und ihre Regeln sehr plausibel und nachvollziehbar dargestellt. Sollte wirklich einmal die Welt so zugrunde gehen, denke ich, dass eine solche Gemeinde, die nur auf das produzieren von Nachkommen ausgelegt ist, wirklich entstehen könnte. Alles in allem ist das Buch sehr gut recherchiert, realistisch und nachvollziehbar. Auch Alex ist mir sehr sympathisch, weil sie nicht klein, blöd und naiv ist; wie die meisten weiblichen Charaktere heute!! Sie weiß sich zu wehren und steckt nicht gleich den Kopf in den Sand wenn ihr mal ein Fingernagel abbricht. Sehr angenehm!

Ich werde übrigens nicht verraten was das ganze Dilemma hervorgerufen hat, also ob es wirklich EMP-Bomben waren oder ob noch mehr dahinter steckt und warum einige leben und warum einige nicht, denn das ist meiner Meinung nach eine der Sachen, die das Buch spannend gemacht haben. Man wollte immer wissen, ob es nun stimmt, was die drei sich überlegt haben, ob es nun Atombomben, EMP-Bomben oder sonst was waren.

Aber der Cliffhanger am Ende war wirklich sehr sehr mies und ich kann es kaum erwarten den zweiten Band zu lesen und hoffe, dass er schnellstmöglich raus kommt!

Xoxo,

The Princess

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