The Hunger Games 3: Mockingjay

Da der zweite mich enttäuschte, allerdings mit einem extremen Cliffhanger Lust auf das dritte Buch machte, war ich natürlich sehr gespannt. Und wurde abgrundtief enttäuscht.

Dieses Buch ist das beste Beispiel dafür, wie schwachsinnig die Ich-Perspektive ist. Man spürte förmlich, wie die Autorin keinerlei Ideen mehr hatte und jegliches Geschehen ausgeblendet wurde, weil Katniss 50 % des Buches im Krankenhaus lag, weil sie jedes mal – völlig unfähig – gleich beim ersten Angriff egal welchen Kampfes verwundet wurde. Wow, ganz tolle Story. Man hätte soviel mehr machen können, aber die Autorin stieß deutlich an ihre Grenzen und die Rebellion, welche man im selben Horror hätte darstellen können, wie das gesamte erste Buch, war unglaubwürdig, langweilig und völlig emotionslos. Alle Charaktere haben irgendwo zwischen dem zweiten und dritten Band komplett ihre Tiefe verloren und wurden so zu uninteressanten, körperlosen Individuen. Sie starben teilweise wie die Fliegen und ich muss ganz ehrlich sagen, bei manchen ist mir meistens erst nach ein paar Seiten aufgefallen, dass sie nicht mehr unter den Lebenden weilten. Das lag daran, dass die Tode komplett nebensächlich, meistens in einem Satz, abgetan wurden und es ging einfach weiter. Was natürlich auch dazu führte, dass es mich nicht einmal im geringsten berührt hat. Selbst der Tod einer Person – welcher ziemlich willkürlich rüberkam, nach dem Motto „Irgendjemand muss noch sterben“ -, die Katniss sehr sehr nahe stand, war mir am Ende völlig egal. Nicht einmal Haymitch war noch interessant für mich.

Am meisten musste ich lachen, als es immer darum ging, dass Katniss auf den Bildschirmen besonders hübsch aussah in ihren von Cinna designten Rüstungen und Kleidern. Ja, genau, ich als kämpfende Rebellin, die an Hunger, Wunden und Kälte zugrunde geht, die vielleicht ihre Liebsten und eventuell ein paar Körperteile verloren hat, die will unbedingt ihre Anführerin in schicken Kleidern und Make-Up sehen, ohne jegliche Narben oder sonstigem.
Genau. Unglaublich realistisch.

Apropos Ende. Das Ende, besonders der Epilog (welcher auch noch unnötig erschien), waren jawohl grauenhaft. Als ich es beendet habe, warf ich es auf den Boden und lachte laut. „Was für ein beklopptes Buch“, gab ich kopfschüttelnd von mir.

Um ein abschließendes Fazit von mir zu geben: Es scheint mir, als hätte jemand völlig anderes den zweiten und dritten Band geschrieben, als den ersten. War der erste furchteinflößend, spannend und brachte einem lange zum nachdenken wirkten die Folgeteile langweilig, undurchdacht, gezwungen und emotionslos. Ganz ehrlich, ich wünschte ich hätte nach dem ersten aufgehört, denn Band 2 und 3 haben den ersten komplett zerstört. Sehr sehr schade, aber was will man machen. Jetzt weiß ich wenigstens warum Stephenie Meyer zitiert wurde, waren die beiden Bände doch nahe an dem Niveau ihrer Bücher anzusiedeln.

Xoxo,

The Princess

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2 Kommentare zu “The Hunger Games 3: Mockingjay

  1. Also dir leihe ich kein Buch mehr aus, wenn ich weiß, dass du sie auf den Boden schmeißt, wenn sie dir nicht gefallen 😉

    Irgendwie ist das aber normal geworden, dass die folgenden Teile nicht mehr so geil sind, kann das sein?

  2. haha xD das habe ich ehrlich gesagt noch nie gemacht! und sollte das noch mal vorkommen mache ich das eh nur mit bücherhallen-büchern xD
    ja das stimmt, aber komischerweise immer nur bei büchern aus diesem genre oO bei thrillern ist das was ganz anderes, da sind die ersten eher schlechter. wahrscheinlich weil alle den neuen twilight schreiben wollen… :/

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